Die Ruderregatta in Ulm ist eine Kurzstreckenregatta, die auf unterschiedlich langen Regattaststrecken durchgeführt wird. Samstags wird auf der 250 m-Bahn gerudert, das heißt für die Ruderer vom Start weg mit höchstmöglicher Schlagzahl im Sprint zu rudern. Am Sonntag wird ebenfalls auf der Kurzstrecke, allerdings mit 500 m Streckenlänge, gerudert. Auch diese Strecke bedeutet Sprint bis zum Äußersten. Ausdauersportler ziehen in Ulm oft den Kürzeren, hier bekommen die echten Sprinter ihre Chance. Im Unterschied zu anderen Ruderregatten gehen bei diesem Donau-Cup Ruderer und Drachenbootrennen abwechselnd über die Strecke, was zur besonderen Atmosphäre auf und an der Donau beiträgt.

Besonders spannend war das Rennen über 500 m im Doppelvierer von Max Hess, Moritz Korthals, Jürgen Schmid und Jan Widmann, weil nach langer Führung am Ende ein Gegner immer gefährlicher aufholte und ein Sieg beinahe unwahrscheinlich wurde, die Waiblinger sich aber zu guter Letzt doch noch mit letzter Kraft ins Ziel kämpften. Genauso spannend gestaltete sich der Kampf der Giganten, der Männerachter. Nachdem er für die Waiblinger Mannschaft mit Hess, Korthals, Schmid, Widmann, Steuerfrau Castellana in Renngemeinschaft mit der Frankfurter Germania und der Stuttgarter RG leider am Samstag gegen den Bundesliga-Achter nicht zu gewinnen war, wollte man wenigstens das Rennen am Sonntag siegreich beenden. In einem spannenden Endspurt zeigt aber der Bundesliga-Achter seine Stärke und verwies die Ghibellinen wiederholt auf den zweiten Platz. Dafür schlugen sich die Junioren sehr beachtlich. Besonders erfolgversprechend war Levent Yuvaci (1997), der seine Rennen im Einer auf beiden Strecken gewann und mit Maximilian Villinger (250 m) und Till Strathmann (500 m) ebenfalls siegte. Anja Villinger (1994) und Selina Castellana (1995) setzten ihre Erfolgswelle ebenfalls fort und gewannen im Doppelzweier souverän beide Strecken. Erwähnenswert ist ebenfalls Alexander Heck (1990), der das Ziel der 250 m-Strecke als Erster erreichte.

Die vom Erfolg verwöhnten Franziska Heck (1993) und Annika Sauter (1992) verzichteten auf den Medaillenregen in Ulm und stellten sich der Herausforderung der Deutschen Meisterschaft in Brandenburg. Sie fuhren im Doppelvierer in Renngemeinschaft mit Waldsee und der Stuttgarter RG auf den dritten Platz.

Weitere Ergebnisse:

Einer 250 m: 2. Strahmann; 2. Sofia Habicht; 2. Anja Villinger; 2. Selina Castellana; 3. Marcel Jahn ; 3. Max Villinger. Einer 500 m: 2. Strathmann; 2. Max Villinger; 2. Anja Villinger; 3. Marcel Jahn.

Zweier 250 m: 1. Schmid, Widmann; 1. Hess, Schmid, 4. Tobias Häcker, Pascal Jahn. 500 m: 1. Schmid, Widmann; 1. Hess, Korthals, 2. Heck, Jahn; 2. Häcker, Jahn.

Vierer 250 m: 1. Hess, Korthals, Schmid, Widmann.

Mixed-Vierer in Rudergemeinschaft mit Esslingen: Max Hess, Sofia Habicht, Kai Lupdovitsch, Miriam Schöckle.