Von der Würzburger Boxbeutelregatta sind die Waiblinger Ruderer mit zwei Siegen heimgekommen.Die Boxbeutelregatta weist einige Besonderheiten auf: Auf der 4,5 Kilometer langen Strecke wird immer in einminütigem Abstand gestartet, was das Einschätzen der Zeiten für die Teilnehmer sehr erschwert.
Derjenige, der als erstes startet, muss versuchen einzuschätzen, ob die Nachfolger näher kommen oder nicht und kann dementsprechend noch etwas mehr Gas geben oder etwas Geschwindigkeit herausnehmen, wenn er sich sicher sein kann, dass es reicht. Auf jeden Fall fehlt der direkte Vergleich zu gleichzeitig startenden Booten. Der Name der Regatta stammt von der Boxbeutelflasche, die der Sieger im jeweiligen Rennen überreicht bekommt. Eine weitere Besonderheit ist die Siegerehrung, die für alle Rennen immer erst abends nach den Rennen stattfindet. Sonst ist es üblich, gleich nach dem gefahrenen Rennen an den Siegersteg zu fahren. Die Waiblinger waren dieses Mal nur mit zwei Booten dabei: Einem Masters-Männer- Achter, bestehend aus der Renngemeinschaft Lauffen, Marbach und Waiblingen, die auch schon in Marbach erfolgreich war und einem Masters-Einer, den Werner Rentschler fuhr. Im Achter fuhren die Ghibellinen Hermann Kallenberg und Steuermann Peter Wachter. Sie benötigten für die Strecke 16:41 Minuten, womit sie eine Minute schneller waren als ihre Gegner aus Potsdam und Berlin. Werner Rentschler , der in seinen letzten Rennen nicht so erfolgreich war, hatte dieses Mal mehr Erfolg: Er startete als Zweiter und hatte seinen Gegner kurz vor dem Ziel fast eingeholt, so dass er sofort wusste, dass es zum Sieg gereicht hatte.